Montag, Dezember 18, 2006
Poets of the Fall
Letzte Woche bin ich in Göteborg gewesen auf einem Konzert von "Poets of the Fall" zusammen mit Kalle, einem Finnen (das mit dem Fettdrucken von Namen hab ich mir von Basti abgeschaut). Poets of the Fall kommen ebenfalls aus Finnland und sind zu einiger Berühmtheit gekommen, indem sie den Titelsong für Max Payne (Teil 2) gemacht haben. Das Konzert war sehr gut, waren leider nicht sehr viele Leute da, die Band hat den Durchbruch in Schweden wohl noch nicht geschafft. Wer sich mal ein Video von denen anschauen will, findet eines hier.
Mittwoch, Dezember 13, 2006
US and A
Ich war für eine gute Woche in den US and A, wo ich die Bayofornians besucht habe. Hat mir sehr gut gefallen; danke nochmal an Philipp, der sich als Reiseführer zur Verfügung gestellt hat... :)
Unter anderem waren wir auf einem Footballspiel (siehe Beweisstück A). Nicht irgendeinem, sondern dem sog. Big Game, dem jährlichen Aufeinandertreffen zwischen Stanford und Berkeley (Berkeley hat gewonnen). Zwei Dinge haben mich überrascht: 1) Football ist gar nicht so langweilig, wie man immer denkt. 2) Beim obligatorischen Spielen der Nationalhymne zu Beginn hat kaum jemand mitgesungen, das passt nicht in mein Bild vom überpatriotischen Amerikaner (ich hasse es, wenn sich Vorurteile nicht bestätigen).

Das war während dem Spiel, nach dem Spiel sah's so aus:

Unter anderem waren wir auf einem Footballspiel (siehe Beweisstück A). Nicht irgendeinem, sondern dem sog. Big Game, dem jährlichen Aufeinandertreffen zwischen Stanford und Berkeley (Berkeley hat gewonnen). Zwei Dinge haben mich überrascht: 1) Football ist gar nicht so langweilig, wie man immer denkt. 2) Beim obligatorischen Spielen der Nationalhymne zu Beginn hat kaum jemand mitgesungen, das passt nicht in mein Bild vom überpatriotischen Amerikaner (ich hasse es, wenn sich Vorurteile nicht bestätigen).
Das war während dem Spiel, nach dem Spiel sah's so aus:
Man beachte die gelben Ringe um die "Tore", das sind die Sicherheitskräfte, die verhindern sollen, das die Tore nach dem Spiel umgerissen werden, wie es der Brauch eigentlich verlangt.
Ich habe alle Fotos, die ich dort gemacht habe, mal auf meinen Picasa Webspace hochgeladen (Tack, google). Aus unerfindlichen Gründen sind alle Bilder dort doppelt vorhanden, naja.
Ich habe alle Fotos, die ich dort gemacht habe, mal auf meinen Picasa Webspace hochgeladen (Tack, google). Aus unerfindlichen Gründen sind alle Bilder dort doppelt vorhanden, naja.
Gleichberechtigung
In Schweden hat die Gleichberechtigung drastische Formen angenommen. Es ist gesetzlich geregelt, dass ein Friseur (hier heiß das "Frisör", der schwedischen Gewohnheit folgend die Lehnwörter zu verschwedischen) preislich nicht zwischen Damen- und Herrenhaarschnitt unterscheiden darf: 
Das hat zur Folge, dass für mich der Friseurbesuch erheblich teurer ist als in Deutschland (wo für mich die Maxime gilt: Alles über 8 Euro ist rausgeschmissenes Geld... ;) )

Das hat zur Folge, dass für mich der Friseurbesuch erheblich teurer ist als in Deutschland (wo für mich die Maxime gilt: Alles über 8 Euro ist rausgeschmissenes Geld... ;) )
Montag, November 06, 2006
GetaBook
Freie und kostenlose Bücher findet man ab sofort bei Getabook.de. Es finden sich dort Romane deren Copyright abgelaufen ist, genauso wie Fachliteratur die von Verlagen oder Autoren freigegeben wurde. Einfach mal testen und “Goethe” oder “Java” in die Suchmaske eingeben!
P.S.: An alle Mitblogger, bitte weitersagen!
Samstag, Oktober 14, 2006
Papierverschwender
Ich hatte gestern meine erste Klausur (Datenbanken). Das eigentlich Interessante (Datenbanken an sich sind ja wenig interessant, wie der geneigte, informatikkundige Leser natürlich weiß) war die Art und Weise, wie die Lösung festzuhalten war: Für jede angefange Teilaufgabe (also 1a, 1) etc. etc.) musste ein neues Blatt hergenommen werden (auch wenn die Antwort nur aus einer Zeile bestand), ausserdem durfte nur die Vorderseite beschrieben werden. Dazu kam hinzu, dass die Bearbeitung der Klausur die angesetzten vier Stunden ganz gut füllte. Am Ende gab ich 26 Blatt Papier ab, das _muss_ persönliche Bestleistung sein.
Die Schweden sind krasse Papierverschwender.
Die Schweden sind krasse Papierverschwender.
Dienstag, Oktober 03, 2006
Gustaf, Emil und Kalle
Interessant: In Schweden heißt Garfield nicht Garfield, sondern Gustaf. Warum Garfield kein akzeptabler Name ist und er umbenannt werden musste, habe ich bis jetzt noch nicht rausfinden können.
Donald Duck heißt auch anders, nämlich Kalle Anka (Anka heißt natürlich Ente). Andersrum passiert das aber auch: So heißt Astrid Lindgrens Michel aus Lönneberga eigentlich Emil (i Lönneberga). Übrigens habe ich gerade auf Wikipedia gelesen, dass die zugehörige Fernsehserie, die ich als Kind auch immer gerne gesehen habe, im Jahr 2004 zur beliebtesten Serie der deutschen Fernsehgeschichte gewählt worden ist.
Das ist nicht das erste Mal in der Geschichte, das es einen Gustaf 2 gibt. Gustav II. von Schweden war der schwedische König, der im 30-jährigen Krieg mitgemacht hat und dabei auch überaus erfolgreich war: Im Jahr 1632 eroberten die Schweden sogar München! *gasp*
Dienstag, September 26, 2006
Elche

Die Schweden sind ein ja im Großen und Ganzen ein Volk, das gegenüber Ausländern fair und aufgeschlossen auftritt (nicht so ganz ins Bild passt da dass da im neuen Spiegel ein kurzer Artikel steht, dass die Extremrechten bei den letzten Wahlen auf kommunaler Ebene enorme Zuwächse zu Verzeichnen hatten, aber das nur am Rande). Auch gegen die Deutschen scheinen sie prinzipiell nichts zu haben.
Es gibt aber im Verhältnis der Schweden gegenüber den Deutschen einen wunden Punkt: Schilder, die vor Elchen warnen und dass die gerne geklaut werden. Laut aller Schweden, die ich bis jetzt zu diesem Thema befragt habe, sind dafür einzig und allein die Deutschen verantwortlich. Einer von den Schweden von meinem Korridor hat das dezidiert so formuliert: Nicht alle Deutschen stehlen Elchschilder (so weit so fair). Aber wenn so ein Schild gestohlen wird, war es ein Deutscher.
Einwände werden nicht gelten gelassen: Das Wissen, das Deutsche notorische Schilderklauer sind, scheint ins kollektive Bewusstsein der Schweden unauslöschbar eingebrannt zu sein.
Nachtrag: Zufällig bin ich auf Zitat gestossen (es kam als random quote auf meiner Google Startseite), das hier ganz gut passt:
"Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind."
-- Kurt Tucholsky
Sonntag, September 24, 2006
Stockholm
Seit ich hier bin, war ich nun schon zweimal in Stockholm inzwischen: Das erste Mal war ich mit meinem Bruder dort, der mich hier für eine Woche besucht hat. Nachfolgend einige lustige Bilder (ok, z.T. wirken sie vielleicht etwas bemüht)
Hier versuche ich gerade eine Herzmassage an einem riesigen Herz (genau, das meine ich mit "bemüht" ;) )

Hier versuche ich gerade eine Herzmassage an einem riesigen Herz (genau, das meine ich mit "bemüht" ;) )
Das ist in der Nähe der Uni in Stockholm und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass "Frescatihallen" Mensa heisst. Ich fände es zumindest schön wenn es so wäre.
Das zweite Mal Mitte dieser Woche um meinen Pass zu beantragen. Nachdem ich in der Botschaft fertig war, habe ich mir noch etwas die Altstadt angeschaut, einschließlich der Tyska Kyrka = Deutschen Kirche. In einigen schwedischen Städten gibt es so was, neben Stockholm weiss ich noch von einer in Göteborg und sogar in Norrköping, der Nachbarstadt von Linköping. (Das k in diesen Städtenamen spricht man übrigens wie sch aus, wogegen sich einige meiner deutschen Mit-Erasmus-Studenten nach 6 Wochen aber immer noch tapfer wehren). Diese Kirchen wurden anscheinend für deutsche Kaufleute gebaut, die es in Schweden früher mal zu Hauf gegeben haben muss. Interessant fand ich, dass zumindest die Kirche in Stockholm immer noch strikt in deutscher Sprache geführt zu sein scheint, es gibt deutsche Gesangsbücher und der Veranstaltungskalender war auch auf deutsch. Toll.Jetzt geht's los
So, endlich schaffe ich es mich aufzuraffen und mein Blog anzufangen. Ein paar Sachen habe ich mir schon überlegt, die werde ich mal nach und nach hinzufügen. Allgemein kann ich nur sagen, es gefällt mir sehr gut hier, die Uni macht wenig Arbeit (hab mich ja auch eher zurückgehalten beim Belegen von Kursen). Im Moment ist das Wetter auch noch klasse, obwohl auch schon ein paar Tage dabei waren, die einen Vorgeschmack auf den späteren Herbst und den Winter hier in Schweden geboten haben (wow, nach zwei Sätzen muss ich schon auf's Wetter als Thema zurückgreifen, das kann ja heiter (bis wolkig) werden).
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